talking about sexual trauma

Our civilizations are traumatized by sexual violence. A poison we should neutralize by talking

„Wenn einer von uns stirbt. . .

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. . . geh ich nach Paris“. Welch ein rätselhafter Filmtitel. In diesem Dokumentarfilm erzählt der Filmemacher Jan Schmitt die Geschichte seiner Mutter. Die sich umbrachte, weil sie mit all dem Erlittenen nicht mehr leben konnte oder wollte – jahrelang als Kind und Jugendliche die Beute eines Jesuitenpaters gewesen zu sein, einschließlich zweier während ihrer Teenager-Zeit geborener Kinder, eines tot, und eines im vom Täter vermittelten Heim zur Welt gebracht und zur Adoption freigegeben. Und auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

Eine von so vielen schrecklichen Geschichten, aber wie der Film sie erzählt, ist besonders. Eigentlich lässt Jan Schmitt erzählen – von Mitgliedern der Familie, von Fotos, von Tagebuch-Einträgen der Mutter. Er fragt vor allem, und die Antworten bauen die Geschichte ganz allmählich zusammen. Unglaublich, wie sanft das geschieht. Der einzige Moment, in dem Bitterkeit durchscheint, ist sein Bericht vom Besuch beim damals noch lebenden Täter. Der, ungestört von den Nachfragen, noch meint, den Sohn seines Opfers segnen zu können. Selten eine so leise und zugleich drastische Darstellung von äußerster Arroganz gesehen.

https://www.film.tv/archiv/trailer-2009/13755-wenn-einer-von-uns-stirbt-geh-ich-nach-paris-film-trailer.html

 

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