talking about sexual trauma

Our civilizations are traumatized by sexual violence. A poison we should neutralize by talking

Strukturen des Missbrauchs am Beispiel der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal

Ein Kommentar

„Betroffenenheits-Bullshit-Bingo. Bullshit-Bingo ist ein Spiel, das gerne bei Weihnachtsfeiern in Betrieben gespielt wird. Dazu werden Statements (Platitüden) von Chefs und Abteilungsleitern gesammelt und in einen Text verpackt, zudem werden Bingokarten mit Bullshit-Schlagwörtern angefertigt. Und dann heißt es, seine Bingokarte während des Vortrages oder Sketch am schnellsten fertig zu haben, um Bingo zu rufen und einen Preis zu kassieren. – Hier redet man bei Wikipedia darüber: https://de.wikipedia.org/wiki/Buzzword-Bingo“ (Der Autor des Beitrags)

Lotoskraft

„Das bedauern wir sehr. Und ich weiß, dass damals auch die Mitarbeiter, trotz alledem, mit viel Herzblut und Engagement ihre Arbeit getan haben. Dass diese Dinge in Einzelfällen passiert sind, das tut uns leid und deswegen noch einmal, sind wir sehr erleichtert, dass wir jetzt nach einem langen Weg in der Vorbereitung hin zu einem Aufklärungsprozess jetzt unterwegs sind, damit durch diese Aufarbeitung auch den ehemaligen Heimkindern Anerkennung ihres Leids widerfährt. Das sind wir ihnen schuldig.“

Das Zitat stammt vom Vorsteher der Evangelischen Brüdergemeinde, Klaus Andersen. Er äußerte sich dahingehend in einem Interview mit dem SWR-Fernsehmagazin „Report Mainz“ zu den Vorwürfen sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt in seinen Einrichtungen und bedient damit das System, dem er entstammt. Es ist das klandestine System des Wegschauens, der Kumpanei, der Bemäntelung und des Weg- und Schönredens. Hinzukommt noch eine Ideologie, hier Religion, die die Gemeinschaft höher schätzt als jene, die von ihr betreut…

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Ein Kommentar zu “Strukturen des Missbrauchs am Beispiel der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal

  1. „Das sind wir ihnen schuldig.“

    Wie viel die Brüdergemeinde, deren Sozialbetriebe meines Wissens nach mittlerweile der Diakonie angehören, ihren Opfern schuldig ist, wird man wohl nur bemessen können, wenn man sich ansieht, wie dieser evangelikale Heimträger in den vergangenen Jahrzehnte seine Geschäfte (Finanzen) führte. Mit den im SWR-Beitrag beschriebenen Methoden konnte man aus solchen Einrichtungen der „Jugendfürsorge“, wie es damals hieß, viel herausholen und es in seine Projekte investieren. Das, was in Korntal passierte, geschah in sehr vielen Einrichtungen. Leider zum Teil bis heute. Allerdings ist es viel schwieriger geworden, so etwas längerfristig durchzuführen, weil den Trägern weniger Machtmittel zur Verfügung stehen als früher und die gesellschaftlichen Einstellungen sich geändert haben. Es gibt mehr Kontrolle.

    Wir sollten nie vergessen, dass es die öffentliche Hand war, die den Heimbetreibern Platzgelder zahlte, damit die Kinder und Jugendlichen gut betreut wurde. Statt dessen ver-un-treute man die Mittel auf übelste Weise. Zu einer umfassenden Untersuchung gehört auch die Frage nach ökonomischen und politischen Haltungen und Verbindungen der damals und heute Verantwortlichen.

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