talking about sexual trauma

Our civilizations are traumatized by sexual violence. A poison we should neutralize by talking


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Klassiker „Date Rape“

Das werden viele kennen, von früher, als man oder frau noch unerfahren waren; und Mist verdammter, wie ich kürzlich las, gibt’s das 30 Jahre später immer noch: „Date Rape“ genannt, weil es passiert mit jemandem, den oder die man/frau freiwillig und hoffnungsvoll in sein Leben gelassen hatte. Und dann hat Man / Frau sich nicht genug gewehrt, gedacht: „Was soll’s“, oder „Mist, jetzt ist es wohl zu spät, nein zu sagen“ – oder wurde schlicht überwältigt, vergewaltigt von jemandem, dem er oder sie vertraute. Und kriegt den Vertrauensbruch nicht verarbeitet, kann sich nicht eingestehen, dass gerade ein Verbrechen stattgefunden hat. Oder man sich was hat „gefallen“ lassen, und es war total falsch und man hat den Ausstieg nicht hingekriegt, und macht sich selbst Vorwürfe. Wer geht da rechtzeitig ins Krankenhaus; und dann womöglich zur Polizei – man hört sie doch alle schon sagen: „Die waren doch zusammen“; oder „Da will sich bloß wer rächen“).

http://kleinerdrei.org/2017/02/ein-brief-an-den-mann-der-mich-missbraucht-hat/

Ich habe hier noch ein Comic zum Thema; und vorher noch ein paar Sätze aus dem Buch „Yes means yes“, die ich übersetze: Weiterlesen


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Marilyn Monroe in „Bus Stop“

Kaum erträglich der Film, und man muss schon Monroe-Fan sein, um ihn durchzustehen. Ich bin das, und als kulturelles Zeugnis für eine bestimmte Art, die Themen Sexualität, Intimität und Gewalt anzugehen, ist der Film sehr interessant. Je mehr Monroe-Filme ich sehe, umso überzeugter bin ich, dass es kein Zufall ist, dass eine Frau die Ikone der 50er Jahre wurde, die als Jugendliche sexueller Gewalt ausgesetzt war.

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Die Serie „kontaminierte Hochliteratur“

Heute: Der Idiot, von Dostojewski. Sexuelle Gewalt kommt ja übrigens auch in der Hochliteratur (wie in guten Familien oder in ehrwürdigen Institutionen) nicht vor. Niemals! Zumindest nach Meinung der allermeisten Literaturwissenschaftler/innen. Sollte jemand jemanden kennen, der aus der Reihe tanzt, würde ich ihn oder sie gerne kennenlernen. Jedenfalls wurde über „der Idiot“ von Dostojewskij viel geschrieben, aber nichts über die Tatsache, dass er das Pech hatte (oder auch von einer inneren Logik getrieben wurde), eine Frau zu lieben, die von ihrem Stiefvater sexuell misshandelt wurde. Die Dynamik einer solchen Beziehung hat Dostojewskij sehr genau beschrieben, bewundernswert wie immer, wenn er über die seelischen Abgründe im Menschen schreibt. Es gibt sicher viele junge Frauen in unserem Land, die die Handlungsweise der Nastassja gut nachvollziehen können. Und ich will gar nicht wissen, wieviele Beziehungen und Ehen hier und heute von unausgesprochener, früher erlittener sexueller Gewalt ge- und zerstört werden.

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