talking about sexual trauma

Our civilizations are traumatized by sexual violence. A poison we should neutralize by talking


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„Tat jenseits des Vorstellbaren?“ So lässt man Kinder vor die Hunde gehen

Warum nehmen mich diese Informationen noch viel mehr mit: Dass der Täter, der für die Prostitution und massive sexualisierte Misshandlung des 9Jährigen mit verantwortlich ist, einschlägig vorbestraft war, nur knapp der Sicherheitsverwahrung entging, und Jugendamt wie Polizei bekannt war, dass er dennoch Umgang mit dem Jungen hatte? Dass ein Gericht die Rückkehr des Jungen in die Familie ERZWANG, den das Jugendamt in Obhut nehmen lassen wollte?
http://www.badische-zeitung.de/zerschlagener-paedophilenring-im-breisgau-ein-dorf-steht-unter-schock

Man hätte so vieles verhindern können. Verhindern MÜSSEN. Aber es heißt ja allenthalben, es handle sich um eine Tat „jenseits des Vorstellbaren“ (Badische Zeitung) http://www.badische-zeitung.de/missbrauchsfall-eine-tat-die-jenseits-des-vorstellbaren-ist , die „Einblick in menschliche Abgründe“ gebe http://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-menschliche-abgruende-1.3823555 Gleichzeitig wird versucht, das Geschehen woanders zu verorten, und festzumachen, wo dieses Orte sein könnten:  „Aber lauern nicht gerade an idyllischen Orten manchmal die tiefsten menschlichen Abgründe?“ So kann man sich vom Leib halten, dass das ÜBERALL SEIN KANN. UND IST. Weiterlesen

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„Wenn einer von uns stirbt. . .

. . . geh ich nach Paris“. Welch ein rätselhafter Filmtitel. In diesem Dokumentarfilm erzählt der Filmemacher Jan Schmitt die Geschichte seiner Mutter. Die sich umbrachte, weil sie mit all dem Erlittenen nicht mehr leben konnte oder wollte – jahrelang als Kind und Jugendliche die Beute eines Jesuitenpaters gewesen zu sein, einschließlich zweier während ihrer Teenager-Zeit geborener Kinder, eines tot, und eines im vom Täter vermittelten Heim zur Welt gebracht und zur Adoption freigegeben. Und auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

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Kinderprostitution, Fernsehfilm

Man denkt bei den Begriffen „Kinderprostitution“ oder „organisierter Missbrauch“ natürlich an Krimis, oder vielleicht an indische Verhältnisse. Vielleicht läuft die Sendung bei der ARD ja deswegen unter der Rubrik „Unterhaltung“. Na denn. Ich schau mir das jedenfalls nur in Gesellschaft an, und nicht zur Unterhaltung.

Alldieweil von Fiktion keine Rede sein kann, es ist alles sorgfältig recherchiert von der Journalistin und Drehbuchautorin Ina Jung. Dass der Krimi-Autor Friedrich Ani mitgeschrieben hat, heißt noch lange nicht, dass der Film deswegen ein Krimi ist. Eher, dass seine Krimis oftmals weniger Fiktion enthalten, als einer lieb ist.

Es geht jedenfalls um deutsche Kinder, deutsche Familien und deutsche Kunden. Auch deutsche Honoratioren (die Kunden, die Zuhälter). Man hat wohl beste Verbindungen in höchste Kreise der Gesellschaft. Aber ja. Was sonst? Das gab’s schon immer. Aber jetzt kann man’s offenbar auch wahrhaben. Sogar im ersten deutschen Fernsehprogramm um 20h15.

http://www.daserste.de/unterhaltung/film/filmmittwoch-im-ersten/sendung/operation-zucker-jagdgesellschaft-100.html