talking about sexual trauma

Our civilizations are traumatized by sexual violence. A poison we should neutralize by talking


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Date Rape

I was naive enough to think or hope that Date Rape doesn’t exist any more. An article on a German website taught me otherwise:

http://kleinerdrei.org/2017/02/ein-brief-an-den-mann-der-mich-missbraucht-hat/

Of course it was completely naive to think that a culture of consense and a positive, reponsible attitude towards sexuality – the own and other’s – should now be prevalent at least among younger people.

On the one side, the attitude towards sexuality is very much a cultural thing, and so quite complex. On the other side: There are rules. Very simple ones. „No means no“ for example. But that’s not good enough. The rule to follow is: „Yes means yes“ (and nothing else means yes: Not passivity, or not saying no). I cite Jaclyn Friedman in the introduction to the very interesting collection of essays „Yes means yes“: Weiterlesen


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Aus der Serie „kontaminierte Hochliteratur“: Morrison, Bluest Eye

Es ist gar nicht so, dass Toni Morrisons Erstling so tut, als rede er von was anderem, und eigentlich dreht es sich dauernd, aber nicht explizit, um sexuelle Gewalt. „The Bluest Eye“ (deutsch: „Sehr blaue Augen“) beschreibt Kindsein und Schwarzsein. In dieser Kombination. Inzest kommt da eben auch vor (weil es um Kindsein geht). Ich finde nicht, dass sie Tat und Täter wirklich realistisch beschreibt; oder jedenfalls verlässt sie dabei ihr durchdringender Blick. Es leuchtet mir nicht ein.

Der Rest schon. Sehr. „Bluest Eye“ – der Roman wurde nur ganz allmählich zum Klassiker – vollbringt das Kunststück, das Aufwachsen unter Armut und Rassismus so zu erzählen, dass es gleichzeitig als ganz normal und als völlig verrückt erscheint. Denn die Kinder, die Menschen, die Morrison begleitet, sind ganz normal. Sie empfinden Lebensfreude, Liebe, Angst, Scham, Trauer, Lust. Sie machen das Beste draus, denn sie haben Hoffnung. Zumindest anfangs. Wie das eben so ist.

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#ausnahmslos: Als ob…

. . . sexuelle Gewalt erst mit Flüchtlingen in unser Land gekommen wäre! Danke für eine Initiative, die darauf aufmerksam macht, dass es bei uns (also in Deutschland, Europa) sexuelle Gewalt schon immer gab, und es damit leider auch nicht vorbei ist. Man sich aber nur sehr ungern um das Thema kümmert, wenn es nicht gegen „die anderen“ geht. Wie Vera Schröder in der Süddeutschen schreibt: „Natürlich wird das Interesse am Thema sofort wieder hinter genervtem Augenrollen verschwinden, sobald es nicht mehr in den unmittelbaren Zusammenhang mit „nordafrikanisch oder arabisch aussehenden“ Männer gebracht oder für die Forderungen nach Grenzzäunen in Stellung gebracht werden kann.“

http://www.sueddeutsche.de/politik/gewalt-gegen-frauen-unter-maennern-1.2809654

Heißt gewiss nicht, dass Männern, die aus deutlich frauenfeindlichen Kulturen kommen, keine klaren Grenzen gesetzt werden soll. Sie sollen gesetzt werden. Aber bitte nicht so tun, als gäb’s das alles „bei uns“ nicht!