talking about sexual trauma

Our civilizations are traumatized by sexual violence. A poison we should neutralize by talking


2 Kommentare

Unsere heile, heilige Welt. . .

. . . gib uns heute und halte die Opfer von uns fern, in Ewigkeit, etc.
Eine Mail aus der Kirchengemeinde, in der ich versuche, so etwas wie „Aufarbeitung“ zu initiieren. Man macht lieber „Prävention“ und spricht dabei mit Vorliebe über die Odenwaldschule (in den einschlägigen Veranstaltungen wird mit keinem Wort erwähnt, dass der Pfarrer der Gemeinde sexuell übergriffig war).
Ein einziger Kommentar noch zu unten stehendem: Dass der jetzige Pfarrer von sich aus diesbezüglich an die Presse gegangen sein soll, wäre mir neu.

„Liebe Astrid,

Du hast mehrfach den Wunsch geäußert bzw. uns das Angebot gemacht, einen Filmabend über sexuellen Missbrauch hier in der Kirchengemeinde Wendlingen-Unterboihingen anzubieten.

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Prostitution auf der Flucht

Darüber liest man nur ab und zu und eher beiläufig mal etwas. Z.B. im Süddeutsche-Magazin, wo ein junger Afghane erwähnt, dass andere junge Männer aus Afghanistan so ihre Flucht finanziert hätten.

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/43788/Wir-holen-dich-da-raus

Muss ich jetzt dazu sagen, dass ich das nicht erzähle, weil ich diese Menschen deswegen verachte? Ich verachte niemanden, der oder die sich prostituiert. Nur, damit das mal gesagt ist. Aber ich halte Prostitution für zerstörerisch. Es zerstört die Selbstachtung, die Integrität, den Respekt vor der eigenen Sexualität und der des oder der anderen. Deswegen spreche ich das Thema an.

Und wieso sollten diejenigen, die sich daran gewöhnt haben, ein Auskommen dadurch zu haben, hier aufhören? Nicht alle werden es tun.

Auch darüber müsste man mal reden, wenn man über die Übergriffe mancher unbegleiteter junger Flüchtlinge spricht.

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„Männer gegen Gewalt“

Davon hätten wir gerne mehr: Eine Initiative von Männer, die ich auch (AUCH) an Flüchtlinge richtet:

http://diefi.org/2016/01/16/freiburger-aufruf-maenner-gegen-gewalt

Und auf einmal denkt man auch daran, Schutzkonzepte für weibliche Flüchtlinge auszuarbeiten, die in den Erstaufnahmestellen auch sexueller Gewalt ausgesetzt sind. Der Aufruf des Bundes-Missbrauchsbeauftragten gemeinsam mit Königin Sylvia im September verhallte weitgehend ungehört.

https://beauftragter-missbrauch.de/presse-service/pressemitteilungen/detail/news/ihre-majestaet-koenigin-silvia-von-schweden-und-missbrauchsbeauftragter-roerig-setzen-sich-auf-wuerz/

Die Ereignisse der Silvesternacht machen’s möglich. Wenn’s so weitergeht, muss man die noch als Schrittmacher für positive Entwicklungen sehen. Geht’s nicht auch anders?

Noch ein Beispiel dafür, ich zitiere aus „Die Zeit“, aktuelle Ausgabe, einen konservative CDU-Politiker:

„Ich habe in den vergangenen Jahren so viel Gender-Politik über mich ergehen lassen, dass ich nicht einsehe, warum es den Flüchtlingen besser ergehen soll“.

Na also. Geht doch.


3 Kommentare

Revolution! Die Opfer werden. . .

. . . nicht weiter ausgestoßen von der Institution, in der sie sexueller Gewalt ausgesetzt wurden. Das ist mindestens deutschlandweite eine Premiere. Das Aloisius-Kolleg in Bonn, schwerst kontaminierte Elite-Schule mit Internat, erklärt, sechs Jahre nachdem dort die bisher intensivste bundesweite Auseinandersetzung mit sexuellem Missbrauch ausgelöst wurde: Die Betroffenen sind bleibend Teil der Kollegsgemeinschaft; sie haben hier einen Platz und eine Anlaufstelle, wenn sie das wollen. Es gibt kein „Abhaken“ der Geschichte.

http://www.aloisiuskolleg.de

Man entschuldigt sich sogar ausdrücklich für den „Brief der 500“ von 2010, in dem 500 Altschüler und Eltern die Kollegleitung ihrer Solidarität versichert („Die Werte und Erziehungsideale des Aloisiuskollegs als katholische Schule und Internat, geführt durch den Jesuitenorden, sind und bleiben für uns durch die Ereignisse unberührt“).

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Ursula K. Le Guin, the Scapegoat

Le Guin has no fear of speaking about sexual violence – it is not an important subject in her work, but it exists in a very natural way, she doesn’t exclude the subject, knowing it can be part of human existence. One of her short stories is about a society where a horribly mistreated child is the core of its happiness and its good functioning.

It is being showed – naked in a cellar room, suffering, horribly lonesome – to every person on the edge of adulthood. Le Guin doesn’t tell explicitly why this is done and how it works that the Scapegoat makes everyone conscious of the luck and good life he or she has in comparison.

There are persons though, who leave the country sooner or later because of the existence of this child (once one dies, another one is incarcerated). They can’t accept the fact that a society builds on such a horrid base. One of her stories is about one of the persons who left.