talking about sexual trauma

Our civilizations are traumatized by sexual violence. A poison we should neutralize by talking


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Aus der Serie „kontaminierte Hochliteratur“: Morrison, Bluest Eye

Es ist gar nicht so, dass Toni Morrisons Erstling so tut, als rede er von was anderem, und eigentlich dreht es sich dauernd, aber nicht explizit, um sexuelle Gewalt. „The Bluest Eye“ (deutsch: „Sehr blaue Augen“) beschreibt Kindsein und Schwarzsein. In dieser Kombination. Inzest kommt da eben auch vor (weil es um Kindsein geht). Ich finde nicht, dass sie Tat und Täter wirklich realistisch beschreibt; oder jedenfalls verlässt sie dabei ihr durchdringender Blick. Es leuchtet mir nicht ein.

Der Rest schon. Sehr. „Bluest Eye“ – der Roman wurde nur ganz allmählich zum Klassiker – vollbringt das Kunststück, das Aufwachsen unter Armut und Rassismus so zu erzählen, dass es gleichzeitig als ganz normal und als völlig verrückt erscheint. Denn die Kinder, die Menschen, die Morrison begleitet, sind ganz normal. Sie empfinden Lebensfreude, Liebe, Angst, Scham, Trauer, Lust. Sie machen das Beste draus, denn sie haben Hoffnung. Zumindest anfangs. Wie das eben so ist.

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